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Heinrich IV.
Henri IV. König von 1589 bis 1610. Der 1553 geborene Henri de Navarre (Enkel von Marguerite de Navarre) stammte aus einer Seitenlinie des franz. Königshauses und war ursprünglich Protestant, teilweise sogar Chef der protestantischen Bürgerkriegspartei. Als 1584 der präsumptive Erbe des kinderlosen Königs Heinrich III., dessen jüngerer Bruder Herzog François d'Alençon, ermordet wurde und 1589 auch der König selbst, war Henri de Navarre unverhofft Nr. 1 in der Rangfolge der Thronanwärter. Er musste jedoch sein Recht auf den Thron in jahrelangen Kriegen gegen die von Spanien und Savoyen unterstützte Katholische Liga und deren Gegenkönig Charles de Bourbon durchsetzen. Kurz nach seinem Griff nach der Krone konvertierte Henri mit dem berühmten Satz Paris vaut bien une messe! und nach seinem endgültigen Sieg über die Liga (1598) verstand er es, Frankreich zu befrieden, nicht zuletzt durch das Edikt von Nantes, das den Protestanten Religionsfreiheit und volle Bürgerrechte einräumte. 1610 wurde auch er von einem religiösen Fanatiker ermordet. Henri IV ging als besonders volkstümlicher Herrscher, le bon roi, in die französische Geschichte ein und ist bis heute jedem auch nur halbwegs gebildeten Franzosen ein Begriff.
nach: Prof. Gert Pinkernell Autor: Admin on 10/14/03
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